Obsteiger Backöfen

… nach der Veröffentlichung einiger Bilder des Backofens in Finsterfiecht haben wir noch weitere Bespiele von Obsteiger Backöfen bekommen.

Hier der Backofen der Familie Auer in Roller. Er wurde noch vor 15 Jahren restauriert, ist derzeit aber ungenutzt. Man konnte darin ca. 14 Brotlaibe backen, die Resthitze benutzte man für das Dörren seines Obstvorrates für den Winter.

 

Der Backofen der Familie Rappold in Wald war ebenfalls noch bis vor 20 Jahren  in Betrieb. Alle drei Wochen wurden hier zwischen 36 und 38 Brote  gebacken.

… und hier noch ein Beispiel aus der Nachbargemeinde. Dieser Backofen steht beim Hotel Schwarz in Mieming.

 

In Längenfeld organisiert der Ötztaler Heimatverein regelmäßige Backtage. Informationen dazu gibt es unter www.gedaechtnisspeicher.at
www.oetztal-museum.at

Zum Nachlesen findet sich viel Interessantes zum Thema unter:

PS: Wir würden  uns freuen,  wenn wir noch weitere Geschichten und Bilder von Backöfen in der Region hier vorstellen könnten.

Obsteiger Chronikteam bei Landeschronisten Helmut Hörmann

In der Chronistenbibliothek Oberland trafen sich Landeschronist Helmut Hörmann und drei Mitglieder des Obsteiger Chronikteams  zu einem kurzen Kennenlernen. Tirol ist österreichweit das einzige Bundesland mit einem organisierten Chronikwesen. Dieses beinhaltet auch Fortbildungsmöglichkeiten für alle Interessierten.

 

Was den genauen Tätigkeitsbereich der Dorfchronisten und die Abgrenzung zur Heimatkunde und zur journalistischen Arbeit angeht, war  dieses Treffen für uns sehr informativ und hilfreich. Ein Chronikteam arbeitet ehrenamtlich im Auftrag der Gemeinde. Es gilt, kontinuierlich chronologisch geordnete Aufzeichnungen und Sammlungen zum Dorfgeschehen anzufertigen und  die Ereignisse im Dorf in zeitlicher Reihenfolge geordnet darzustellen. Die Dorfchronik dokumentiert, was jetzt ist und geht  auf Spurensuche in die Vergangenheit, um Gegenwärtiges verständlich zu machen (Beispiel Flurnamen). In vielen Gemeinden erscheint auf Basis dieser Daten dann ein Jahrbuch, das die Highlights des vergangenen Jahres zusammenfasst. Unumgänglich ist hier die Mithilfe und Zusammenarbeit Aller. Es gilt  unsere „Schwarmintelligenz“ zu nutzen. Der Begriff der „Schwarmintelligenz“, die Weisheit der Vielen, besagt, dass  im Kollektiv Aufgaben besser gelöst werden, als es der Einzelne allein im Stande wäre.

 

 

Seit einigen Jahren steht den Chronisten des Landes  auch die seit 2013 im alten Gemeindehaus von Mötz eingerichtete Chronistenbibliothek zur Verfügung. Neben zahlreichen Dorf-, Vereins- und Familienchroniken finden sich hier zahlreiche Geschichtsbücher, Festschriften, Bücher über Religion, Kultur und Brauchtum etc.  Auch alle Regional- und Gemeindezeitungen werden hier gesammelt. Für alle Obsteiger vielleicht interessant, dass sich in der Bibliothek in Mötz auch alle Ausgaben unseres Nuis Schmålz Blattls nachlesen lassen.

 

Kommenden Mittwoch findet ein Termin mit BM Hermann Föger statt, um mit ihm die notwendigen Räumlichkeiten für die Dorfchronik (Arbeitsraum, Lagerraum) abzuklären.

Chronistenbibliothek Moetz.jpg

 

Urnengräber – Handlungsbedarf

 

Da an der westseitigen Friedhofsmauer die Errichtung von Urnengräbern vorgesehen war,  wurde in der Gemeinderatssitzung vom 16. 03. 2017 die Entscheidung über das entsprechende Modell an den  Bauausschuss übertragen. Dieser sollte gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat eine Auswahl treffen. Ein Budgetrahmen von €10 000 netto stand zur Verfügung.

Eine entsprechende gemeinsame Arbeitssitzung von Bauausschuss und Pfarrgemeinderat hat jedoch nie stattgefunden.

Eine Urnenwand wurde aber sehr wohl errichtet. Diese stößt  nun auf allgemeine Kritik.

Schadensbegrenzung ist angesagt! Vielleicht läßt sich der derzeit wenig ansprechende Eindruck durch Maßnahmen wie Begrünung oder Einbindung der Urnennischen in die Friedhofsmauer etc. verbessern.

Der Erwerb des Benützungsrechtes an einem Urnengrab auf unbestimmte Dauer wird immerhin mit bis zu € 2.300,00 (Gemeinde Mötz) in Rechnung gestellt.

http://www.urnennischen.com

 

 

Kein Glyphosat im Bier

Umweltorganisationen wie Greenpeace Österreich und Global 2000 rufen zum Verzicht auf den Einsatz von Glyphosat auf. Unter https://glyphosat.greenpeace.at/glyphosat-gemeinde-check/ können besorgte BürgerInnen ihre Bürgermeister direkt auffordern, in ihrer Gemeinde auf das umstrittene Mittel zu verzichten.

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wurde 2016 nur bis vorläufig Ende 2017 zugelassen. Das Mittel steht unter Verdacht krebserregend zu sein. Erstmals wurde Glyphosat 1950 von der Firma Monsanto erzeugt. Seit den siebziger Jahren wird es in der Landwirtschaft eingesetzt.

Eine Untersuchung des Umweltinstituts München stellte die Belastung einiger deutscher Biere mit Glyphosat fest. Bei der anschließenden Untersuchung von neun österreichischen Biersorten konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Glyphosat war größtenteils nicht nachweisbar. https://www.global2000.at:

In Österreich sind einige glyphosathaltige Produkte für den Haus- und Gartenbereich zugelassen. Es ist beispielsweise wesentlicher Inhaltsstoff des Pflanzenschutzmittels Roundup. Weitere in Österreich zugelassene glyphosathaltige Mittel sind:

  • Batnatian Super 360
  • Clinic Free
  • Gallup Biograde 360
  • Glyfos
  • Glypho-Rapid 450
  • Keeper Unkrautfrei
  • Quex
  • Resolva Weedkiller
  • Vorox
  • Roundup
  • Technolit Glyphosat 360
  • Ustinex

Neue wissenschaftliche Studien werden hoffentlich bald  Klarheit über die Gefährlichkeit des Mittels bringen.

 

 

„Gute Nacht schlafet ale wohl und gesund. Auf ein Wiedersehen in der andere Welt.“

Seit 2006 begleitet VOX in der Doku-Soap „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ Deutsche, die ihr Glück im Ausland versuchen wollen. (Quelle: www.vox.de). Eine der größten Einwanderungswellen ist Europa gerade dabei zu bewältigen. Im 19. Jahrhundert beschlossen auch einige Obsteiger und Obsteigerinnen  ihr Land zu verlassen und im fernen Ausland, ihr Glück zu versuchen. Waltraud Stecher hat uns freundlicherweise einen Text ihres verstorbenen Mannes Hubert zum Thema Obsteiger Migrationsgeschichte zur Verfügung gestellt. Hier eine gekürzte Version zum Nachlesen.

Quelle:www.hall.spoe.at/mediaarchiv//395/media/dorf_tirol.jpg

Vergessene Zeiten — Obsteiger Auswanderer im 19. Jahrhundert (Hubert Stecher, 2006)

Vor allem die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts kann man als „Zeit der Tiroler Auswanderer“ bezeichnen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zur Mitte dieses Jahrhunderts gab es in Tirol viele Ernteausfälle und die Brot- und Getreidepreise stiegen ins Unermessliche. Viele Bauernhöfe waren hoffnungslos verschuldet und die Heiraten sanken rapide. Es war nur wenig da, womit man eine Familie ernähren konnte.

Im Herbst 1848 brachte der jüngste Abgeordnete des Wiener Reichsrates, Hans Kudlich, die sogenannte „Bauernbefreiung“ als Gesetzesvorlage ein, die die „Unterthänigkeit der Bauern“ von ihren Grundbesitzern abschaffte. (Für Obsteig hieß das, dass die Höfe vom Landesherrn oder vom Stift Stams unabhängig wurden.) Ein Drittel des Hofwertes musste aber binnen 40 Jahren bezahlt werden. An die Stelle der grundherrlichen Abgaben traten nun die Steuern des Staates, des Landes und der Gemeinden. Zudem mussten die nun frei gewordenen Bauern lernen, selbstständig marktwirtschaftlich zu denken und zu arbeiten, was zumindest die erste Generation nach 1848 kaum zuwege brachte. Das bürdete den Menschen weitere Schulden auf. Daher startete überall in Europa eine große Werbekampagne für die Ausreise in die USA. In kurzer Zeit wanderten über 16 Mio. Europäer in den Vereinigten Staaten ein.

 

Daneben gab es eine weitere Werbung. In Brasilien wurde im Jahr 1822 Dom Pedro I. zum Kaiser gekrönt. Er war mit der österreichischen Kaisertochter Leopoldine verheiratet. Diese suchte für die Bewirtschaftung des großen Landes fleißige und verlässliche Bauernfamilien aus ihrer Heimat und ließ überall in Österreich und Deutschland dafür werben.

 

Die Siedler bekamen Landgüter zugewiesen, deren Größe für Tiroler Verhältnisse unvorstellbar war. Auch aus dem entfernten Peru und aus Chile an der Westküste Südamerikas kamen solche Versprechungen. All diese Nachrichten fielen in unserem Heimatland auf fruchtbaren Boden, gerade zur rechten Zeit. Die Botschaft vernahmen auch einige Obsteiger Bauernsöhne und -töchter, so zum Beispiel Tobias Jeller aus Wald. Die Jeller waren Vorbesitzer beim Thalerbauern. Tobias war mit Josefa Schöpf aus der Oberstrass (heute Hallerhaus) befreundet und folgte dem Ruf nach Brasilien. Seine beiden Geschwister Josef und Maria Katharina mit ihren Verlobten wanderten in die USA aus (nach Cincinnati). Da solche Paare bei uns wegen ihres finanziellen Unvermögens nicht heiraten durften, verbanden sie sich normalerweise im Hafen oder direkt auf dem Schiff. Es war dafür von den Werbeagenturen alles vorbereitet.

Tobias Jeller schreibt am 2. April 1863 aus Hamburg:

 „Liebe Eltern, wie staunten wir über die so vielen Schiffe welche vor Anker lagen ja ich sage über 1000 Schiffe standen segelfertig da … wieder neues erstaunen über die Waaren die hier zu sehen waren alles war da was man sich nur wünscht… wenn wär von Obsteig nach Brasilien geht soll ja nicht viel einkaufen 2 Haken und 2 Hauen den man bekomt hier alles und zwar viel billiger als bei Euch…ich hoffe das wir (bald) mündlich reden kann wir Grüßen Eich alle besonders ..: beste Eltärn und Geschwistert und bitten Eich alle um das Gebet… Die Kobalazion (Kopulation, Heirat, Anm.) ist am Ostersontag in der Früh. Das die Leute nur nicht glauben, in Hamburg bekomt man noch einen Vorschus.“

Am 5. April stachen sie in See, die Überfahrt nach Südamerika dauerte 62 Tage. Tobias und Josefa schreiben ein Jahr später:

 „ es ist ein trauriger Anfang in Brasilien wen man nicht anders siht als Uhrwald und Wildnis aber man ist einmahl in Brasilien und den Anfang muß man machen aber dann lebt man besser als in Eiropa.“

Das Siedlungsgebiet, das den drei Obsteiger Familien zugewiesen wurde, war das Dorf „Tirol“ in der Provinz „Espirito Santo“, das unter der Kaiserin Leopoldine schon früher gegründet worden war. Die Reise mit Pferden und Maultieren dorthin war abenteuerlich und unvorstellbar kräfteraubend. Doch das Klima der Gegend von „Tirol“ war den Europäern zuträglich. Das Gelände jedoch war tiefster Urwald, in dem nicht einmal Indios zu hausen vermochten.

Tobias Jeller schreibt:

„ Jetzt will ich euch meine Hauswirthschaft schreiben, ich habe 50 Morgen Uhrwald gekauft nemlich das sind 200 Starland Tiroler masserei führ 100 Milreis (Währung) es schaudert mich wie ich den Anfang machen muhst da denke ich öfters nach Tirol… Und da habe ich das erste Jahr 6 bis 7 Morgen Wald geschlagen und Aufgerichtet und ein Haus gebaudt, aber es lest sich leicht denken das das ein Schwehrer anfang ist … und das esen muß man ein Ganzes Jahr…Die Pflanzung ist Teia Kara, Eibi, Bataten, Zucherohr, Kaffe, Baumwole, Bohnen, Madikok, Erbsen, Kartofel, Bananen, Tabak, Pfeffer und Vielerlei Garten gemüse…und hetzt befinden wir uns im Viehstand ganzs gut nemlich ein Hund eine Kaze, 30 bis 40 Hünner 15 Enten 8 bis 10 Schweine und eine Kuh und wen uns Gott gesundt lest da werden wihr bis in ein Jahr schon weiter sein mit unserer Hauswirthschaft.“

Und viel später schreibt er (Datum unbekannt) :

 „Ich schreibe keinem das Jemand nach Brasilien gehen sollte aber ich wünsche mich nicht mehr zurük, es ist ein schwerer Anfang aber wen mans überstanden hat da hat mas doch besser wie in Eiropa….den in Tirol wahren wir nie zu was gekomen aber es kostet viel Schweis und Arbeit, aber wohlgemerkt das ihr nicht glaubt es komt von selber, nein.“

Die Familie Jeller ist später (aus welchen Gründen immer) in die Kleinstadt Joinville gezogen. Im Jahr 1900 schreibt Tobias :

“ Gute Nacht schlafet ale wohl und gesund. Auf ein Wiedersehen in der andere Welt.“

Abschied

Danke an Josef Wilhelm für seine Mithilfe bei diesem Beitrag!

 

 

 

Foodtrend: Brot backen

Immer mehr Menschen entschließen sich dazu, ihr Brot selbst zu backen. Mit eigenen Mehl- und Gewürzmischungen lässt sich ein Brot kreieren, das sowohl schmackhaft als auch gut verträglich ist. Der Konsument von heute will wissen, was in Nahrungsmitteln enthalten ist. Auch beim Brot. Back-Workshops und der Verkauf von Brotbackautomaten boomen.

Das Backen des eigenen Brots hat bei uns eine lange Tradition. Die Backöfen, von denen auch in Obsteig nur mehr wenige erhalten sind, sind Zeugen davon.

Außerhalb und innerhalb des Wohngebäudes errichtet, wurden die Backöfen in Tirol von einem oder mehreren Höfen genutzt. Mit dem Entstehen von Bäckereien und Supermärkten verloren die Backöfen zunehmend an Bedeutung und gerieten in Vergessenheit.

Das 21. Jahrhundert brachte jedoch eine Trendwende in Sachen Ernährung. Regionalität als Qualitätsmerkmal, Slow/ True Food Bewegung und der Trend zur Selbstversorgung könnten dem Backofen wieder seine Funktion zurückgeben.

Der Erhalt der noch vorhandenen Backöfen als Beispiel bäuerlicher Architektur in Tirol erscheint unter diesem Aspekt höchst interessant. Unsere Backöfen waren noch vor nicht allzu langer Zeit in Betrieb. Das Obsteiger Chronikteam will die Geschichten rund um die Backöfen in unserem Dorf sammeln.

Digitalisierung der Obsteiger Dorfchronik

Für einen ersten Gedankenaustausch trafen sich heute unser Chronikteam und das Team des IT -Kollegs IMST.

Team_IT_Imst

v.l.: Michael Oblasser, Lukas Greuter, Thomas Schönsleben und Betreuungslehrer DI Michael Gamper.

Die drei Studierenden wagen sich mit ihrer Diplomarbeit auf relatives Neuland. Das Ergebnis ihrer Arbeit sollte eine digitalisierte Dorfchronik sein.  Neben einem ansprechenden Layout stellen die Auswahl möglichst robuster, zukunftssicherer Technologien und einer zuverlässigen Datensicherungsstrategie die besonderen Herausforderungen der Arbeit dar.

Martha_Hannes

Diese neue Form der  Dorfchronik richtet sich gleichermaßen an Einheimische wie Gäste, Studenten und Wissenschaftler, Alt und Jung. Ihre Fertigstellung ist bis Juni 2018 geplant.

Das Obsteiger Chronikteam freut sich darauf, die Studierenden bei ihrer Diplomarbeit zu begleiten!

Team_IT_Imst_2

Lehnberghaus: ein Rosenkrieg der anderen Art

Lehnberg1

Der Gemeinderat von Obsteig sprach sich in seiner Sitzung vom 26. 06. 2017 mehrheitlich (eine Stimmenthaltung) für die Kündigung des Pachtvertrages zwischen der Gemeinde Obsteig und dem derzeitigen Pächter per 31.12.2017 aus.

Das liebevoll renovierte Lehnberghaus liegt auf 1553 m Höhe am Fuße der Wankspitze. Es ist gleichermaßen beliebtes Ziel für Familienwanderungen als auch eine willkommene Zwischenstation in Richtung Wank und Lacke.

Beide Vertragspartner hatten am  26. 10. 2015 große Hoffnungen in den Abschluss des Pachtvertrages gesetzt. In den sozialen Medien fanden sich viele positive Kommentare zufriedener Gäste, die besonders die Qualität der angebotenen Speisen lobten. Die Bezirksblätter berichteten vom Lehnberghaus als Ziel der nächsten Singlewanderung  mit ihrem Bericht  SingleWandern zum Lehnberghaus

Doch irgendwann zu Beginn des letzten Jahres änderten  sich die Schlagzeilen zum Thema, die Fronten verhärteten sich zunehmend. Auf  www.dietiwag.org wurde im Forum unter der Überschrift Lehnberghaus – die braune Alm heftig diskutiert. Die Bezirksblätter titelten jetzt mit Hasspostings aus der Bergwelt oder jüngst mit Lehnberghaus: Gastank ist der Behörde ein Dorn im Auge.

Derzeit ist der Betrieb der Hütte nur eingeschränkt möglich, da die Bezirkshauptmannschaft  Imst  Ende Mai aus Sicherheitsgründen die Entleerung des nicht bescheidmäßig aufgestellten Gastanks angeordnet hat. Die Errichtung eines Unterflur-Flüssiggastanks auf der Lehnberghütte ist deshalb bereits geplant. Das Lehnberghaus bleibt den Sommer über von Donnerstag  bis Montag in der Zeit von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Streit

Der Bürgermeister fasste anlässlich der Sitzung  noch einmal die Ereignisse der vergangenen Wochen geprägt von Angriffen, Aufsichtsbeschwerden und Vorwürfen zusammen und begründete, warum das Pachtverhältnis gekündigt werden soll. Auf der Webseite des Lehnberghauses wiederum findet sich aktuell folgender Eintrag:

Umfangreich renoviert nur nicht richtig, und verschönert erwarten Sie am Lehnberghaus sowohl optische als auch kulinarische Highlights. Ein Kinderspielplatz inmitten der Natur mit Schaukel und Rutsche lädt auch Kinder in die Höh ein.Leider dürfen wir nicht mehr vermieten da die Bezirkshauptmannschaft Imst festgestellt,
dass die Gemeinde Obsteig bei der Hüttensanierung keinerlei Auflagen erfüllt hat.

BH Protokoll 24.05.2017

Wir bitte um ihr Verständnis und würden uns freuen wenn Sie sich an die wunderschöne familiengeführte Pension Fitsch wenden. http://www.fitsch.at

Beste Grüße vom

Lehnberghaus
Wir freuen sich auf Ihren Besuch!

(sic)

http://lehnberghaus.at/herzlich-willkommen/ (Abfrage 29. 06. 2017, 09:49Uhr)

Im Eherecht würde man wohl von Zerrüttung und unüberbrückbaren Gegensätzen sprechen, die letztlich die Scheidung/Kündigung unumgänglich gemacht haben.

 

Erweiterung Mooswaldsiedlung

Der Bebauungsplanentwurf im Bereich Mooswaldsiedlung konnte bei der gestrigen Sitzung noch nicht zur Abstimmung gebracht werden, da einzelne GemeinderätInnen zu restriktive Einschränkungen für die betroffenen Bauherren befürchteten. Die  Festlegung über die Ausgestaltung von Dächern ist jedoch weder im Planentwurf noch in den erläuternden Bemerkungen enthalten und war nur in einer Arbeitssitzung diskutiert worden.

Ein Bebauungsplan hat einerseits die zweckmäßige und bodensparende Bebauung und andererseits die harmonische Gesamtentwicklung, die Erhaltung eines harmonischen Orts- Strassen- und Landschaftsbildes zum Ziel.

Erweiterung Mooswaldsiedlung

Bildquelle: https://www.basemap.at

 

Gegenständlich betreffen die empfohlenen Vorgaben für zweigeschossige Einfamilienhäuser beispielsweise die möglichen Geländeveränderungen am Bauplatz. Diese werden auf höchstens 1,0 Meter beschränkt, um unansehnliche „Zyklopenmauern“ zu verhindern.

Fotovoltaik- und Solaranlagen sollten in die Dachhaut integriert  bzw. bei Flachdächern von unten nicht sichtbar angeordnet werden.

 

Die Aufgabe des Gemeinderats ist es, das Gesamtkonzept einer Siedlung im Auge zu behalten. Im Sinne einer zukünftigen guten Nachbarschaft und um den Siedlungscharakter zu betonen, müssen Bauherren sich bei der Gestaltung ihrer Häuser auf bestimmte Vorgaben einlassen.  Viele Bauherren machen das gerne, weil sie wissen, dass oft gerade die Siedlungen mit den restriktivsten Vorgaben die höchste Lebensqualität bieten, während jene mit einer populistischen Laissez-faire Strategie Nachbarschaftskonflikte vorprogrammieren.

Ein einheitliches Erscheinungsbild empfinden wir meist als harmonisch und schön. Wir glauben darin vielleicht sogar eine gewisse Verbundenheit unter den Bewohnern erkennen zu können. Die Siedlung ist der Ort, an dem Menschen zusammen leben.

 

Beispiele für Siedlungskonzepte gibt es viele. Eine „Klimaschutzsiedlung“  bietet Lebensqualität mit Ökofaktor, wenn die entsprechenden Auflagen (ausschließliche Errichtung von Passivhäusern und Nullenergiehäusern)  eingehalten werden. Eine familienfreundliche Siedlung wiederum  bietet Begegnungsplätze, Geh- und Radwege, die Kinder davor bewahren auf der Straße spielen zu müssen.

 

Die zukünftigen Bewohner sollen sich möglichst rasch mit ihrer Siedlung identifizieren, denn eine Siedlung ist weit mehr, als ein parzellierter Wald.