Gasversorgung und Hochleistungsinternet –Synergien erwünscht

Die Firma TIGAS wird die Versorgung Obsteigs mit Erdgas anbieten (Zeitrahmen 1 -2 Jahre). Erdgas als Energieträger ist umweltfreundlich und vergleichsweise kostengünstig.

Derzeit nutzen schon über 100 000 Tiroler Haushalte Erdgas als Energiequelle, Tendenz stark steigend. Besonders Gewerbe- und Tourismusbetriebe zeigen starkes Interesse, möglichst schnell an das Erdgasleitungssystem angeschlossen zu werden. Für private Haushalte ist nicht zuletzt der Wegfall der Bevorratung des Brennstoffs und die Geräuscharmut der entsprechenden Geräte ein starkes Argument.

Im Moment endet die Erdgasleitung noch in Fronhausen, bei entsprechenden Grundsatzbeschlüssen der Gemeinden Nassereith, Tarrenz und Obsteig kann jedoch umgehend mit der Detailplanung begonnen werden. Vier Vertreter der Firma TIGAS Dr. Philipp Hiltpolt, Ing. Mag. Gerhard Neyer , Ing. Helmut Gasser und Christian Vetterl stellten das Projekt dem Obsteiger Gemeinderat bei seiner gestrigen Sitzung vor.

Ein interessanter Synergieeffekt der umfassenden Grabungsarbeiten für die Leitungsverlegung ergibt sich aus der Tatsache, dass gleichzeitig ein Glasfaserkabel (Lichtwellenleiter), notwendig für eine zeitgemäße und schnelle Internetverbindung verlegt werden kann. Hochleistungs-Breitband-Internetzugänge wiederum werden für die moderne Landwirtschaft immer wichtiger und stellen auch eine Voraussetzung für die Ansiedelung von Kleingewerbe und Dienstleistern dar.

Das Internet ist der Motor für den ländlichen Raum. Es überwindet räumliche Distanzen und ermöglicht Innovation, steigert die Wirtschaftskraft, sichert Arbeitsplätze und eröffnet neue Bildungschancen. Alle Menschen am Land brauchen Zugang zum Internet und sollen es kompetent nützen können.

 A1-CEO Margarete Schramböck und Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Alpbach.

Ländlicher Raum ist nicht mehr ausschließlich landwirtschaftlicher Raum. Die Attraktivität und Lebensqualität am Land steht und fällt mit der Standortsicherung und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur wird  über das Programm Ländliche Entwicklung des BMLFUW unterstützt. Bis 2020 stehen dafür 53 Millionen Euro zur Verfügung.

Infos über die Angebote der Firma TIGAS finden sich unter http://www.tigas.at/ 

Anfragen telefonisch an den zuständigen Kundeberater bei der Tigas Herrn Vetterl (0664 / 45 32 122) oder per E-Mail unter kundenberatung@tigas.at

Weitere Informationen zum Thema finden sich unter http://www.wohnnet.at/energie/heizung/heizsysteme/gas/

Grünberglift_update

Anlässlich der letzten Gesellschaftersitzung der Schilift Grünberg GmbH & Co KG hat der amtierende Geschäftsführer Hermann Föger sein Amt per 31. 10. 2016 zurückgelegt.

Eine Nachbesetzung der Funktion wird bis 01. 11. 2016 angestrebt. Vom TVB wurde angeregt, dass vorzugsweise ein Mitglied des Obsteiger Gemeinderates die Geschäftsführung der Schilift Grünberg GmbH & Co KG übernehmen solle. Angesichts der budgetären Situation keine leichte Position. Ein vernünftiger Einsatz der Ressourcen und Vermittlung bei Konflikten tun not.

Für die zur Nullstellung des Liftkontos fehlen derzeit noch ca. €60 000.

Dem Gemeinderat von Obsteig wurde Einblick in die aktuellen Zahlen zugesagt, die seit März geforderte Arbeitssitzung für die nächsten Tage angekündigt.

Der TVB erwartet sich darüber hinaus Konzepte für die Wintersaison 2016/17 bzw. für die nächsten drei Jahre. An dieser Stelle darf daran erinnert werden, dass das touristische Know-how, das man einbringen wolle auch ein gewichtiges Argument des TVB Innsbruck bei den Fusionierungsvehandlungen gewesen ist.

Die Herausforderung für alle Beteiligte wird es sein, den Fortbestand des kleinen familienfreundlichen Liftbetriebes zu sichern.

Die derzeitige Ausgangslage weist viel Positives auf. Das Grünberggelände hat sich als Eventlocation etabliert (Schülermeisterschaften, Staudenfest, Neujahrsparty, Mountainbike Cross-Country Mieming). Neue ambitionierte Pächter sorgen für frischen Wind in der Grünbergalm und unsere zwei Schischulen bieten ein attraktives Angebot für Schianfänger.

Zurück an den Start …

Drei Tagesordnungspunkte der Sitzung von letztem Donnerstag mussten vertagt werden.

Unter TOP 5 legte BM Hermann Föger einen Bebauungsplan im Bereich Mooswaldsiedlung vor. Dieser Plan basierte jedoch auf einer Erweiterung des Wegservituts am Nachbargrundstück. Da mit den betroffenen Grundstückeigentümern noch keinerlei Gespräche stattgefunden hatten, ob diese zur Einräumung einer entsprechend erweiterten Dienstbarkeit bereit wären, erschien eine Abstimmung über den vorliegenden Bebauungsplan wenig zielführend.

Der Raumplaner der Gemeinde wurde beauftragt, die ursprünglich angedachte Erschliessungsvariante planlich vorzubereiten. Sie sieht eine Ausrundung der Zufahrt vor, die erforderliche Fläche wäre an die Gemeinde abzutreten.

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Vertagt wurde auch die Beschlussfassung betreffend das Angebot für die Erstellung eines digitalen Leitungsinformationsystems (TOP 6). Die Dringlichkeit eines Wasserleitungskatasters wurde schon mehrfach im Gemeinderat diskutiert. Jetzt soll er umgesetzt werden (Kostenrahmen ca. € 90 000, nach Abzug der möglichen Landesförderung ca.€ 40 000). Der Gemeinderat spricht sich einstimmig dafür aus, zeitnah Vergleichsangebote einzuholen. BM Hermann Föger sagt zu, die GEMNOVA entsprechend zu beauftragen.

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Der dritte vertagte TOP betraf die finanzielle Unterstützung für Obsteiger Familien, die ihr Kind im Mieminger Spatzennest betreuen lassen wollen .

Obsteig bürgt …

Einstimmig wurde beschlossen (TO2),  für das Darlehen des Sozial- und Gesundheitssprengels Mieminger Plateau bei der Bank Austria in Höhe von € 900 000 hinsichtlich des auf Obsteig entfallenden Teilbetrages von € 140.528, 74 zu bürgen. Die Übernahme einer Bürgschaft nach ABGB § 1357 durch die Verbandsgemeinden war Voraussetzung für die Gewährung des Darlehens.

 

Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) regelt die Solidarbürgschaft wie folgt:

§1357 ABGB

Wer sich als Bürge und Zahler verpflichtet hat, haftet als ungetheilter Mitschuldner für die ganze Schuld; es hängt von der Willkühr des Gläubigers ab, ob er zuerst den Hauptschuldner, oder den Bürgen oder beyde zugleich belangen wolle…

Der Gläubiger kann sich also aussuchen, ob er Schuldner oder Bürgen in Anspruch nimmt.

Das Darlehen dient dem Um- und Zubau des Wohn- und Pflegeheims Mieming (GR Beschluss vom 19. 05. 2016). Die Bettenanzahl der Gemeinde Obsteig wird sich dadurch von fünf auf sieben erhöhen.

Gschwent. Änderung ÖRK/FLÄWI

 

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Foto: Herbert Krug

Den Entwürfen einer Änderung des örtlichen Raumordnungskonzepts und Flächenwidmungsplanes im Bereich Gschwent Grundstücknummer .281 stimmte der Obsteiger Gemeinderat einstimmig zu. Sie liegen nun von 02. 09. bis 30. 09. 2016 zur öffentlichen Einsichtnahme in der Gemeinde auf. Der Beschluss wird rechtswirksam, wenn im genannten Zeitraum keine Stellungnahmen eintreffen. Alle schriftlichen Stellungnahmen, die bis 30. September eintreffen, müssen dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht und neu diskutiert werden.

Der Weiler Gschwent weist eine gemischte Siedlungsstruktur aus Hofstellen und Wohngebäuden auf. Die betreffende Hofstelle befindet sich im geschlossenen Siedlungsgebiet. Es besteht der Wunsch, die derzeit nicht genutzten Wirtschaftsgebäude durch ein weiteres Wohngebäude zu ersetzen. Für eine spätere Wiederaufnahme des landwirtschaftlichen Betriebes wäre die Errichtung neuer, moderner Stallanlagen abseits vom Siedlungsgebiet ohnehin unumgänglich. Das alte Wohnhaus bleibt in seinem derzeitigen Erscheinungsbild und seiner Bedeutung für das Ortsbild von Gschwent erhalten.

 

Obsteiger Kinder im Spatzennest Mieming

Drei Familien haben bei der Gemeinde um finanzielle Unterstützung für den Besuch ihrer Kinder im Spatzennest Mieming angesucht.

Während andere Gemeinden dem Antrag auf direkte Unterstützung des Spatzennests nachkommen, wurde diese im Obsteiger Gemeinderat mehrheitlich (Liste  Obsteig, Bauern für Obsteig, Für Obsteig) abgelehnt. Obsteiger Eltern haben seither höhere Betreuungsgebühren zu bezahlen. Um Ersatz dieses Mehraufwandes (insgesamt für die Kinder der drei Familien ca. €270 / Monat) wurde nun angesucht.

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Das Spatzennest Mieming stellt aus verschiedensten Gründen für einige Familien eine wertvolle Alternative zum Gemeindekindergarten dar. Die große Mehrheit der Obsteiger Kinder besucht mit viel Freude unseren Kindergarten in Holzleiten , unsere Kinder wachsen gemeinsam im Dorf auf und wir  Eltern dürfen auf eine liebevolle und pädagogisch hochwertige Betreuung  vertrauen.

Unser westlicher Lebensstandard definiert sich jedoch nicht zuletzt über das Vorhandensein von Wahlmöglichkeiten. Alle anderen Plateaugemeinden unterstützen das Spatzennest durch eine direkte Förderung, garantiert auf 10 Jahre. Dies ermöglicht dem Spatzennest einerseits längerfristige Planung und andererseits die verlässliche Bereitstellung seines Betreuungsangebots. Trotz eines erheblichen finanziellen Mehraufwands bleibt das Spatzennest für Kinder dieser Gemeinden leistbar. Die Gemeinden wiederum  setzen ein Zeichen, dass sie Privatinitiativen zum Wohle der Bevölkerung unterstützen.

In seiner Sitzung vom 01. 09. konnte sich der Obsteiger Gemeinderat auf keine Vorgangsweise einigen. Diskutiert wurde beispielsweise das Erstellen eines Kriterienkatalogs, nach dem der Obsteiger Gemeinderat im nichtöffentlichen Teil seiner Gemeinderatsitzungen die Förderwürdigkeit der jeweiligen Antragsteller beurteilen könnte…

Die Angelegenheit wurde vertagt. In der angekündigten Arbeitssitzung zum Thema gilt es eine praktikable und für alle leistbare Lösung zu finden, die es Obsteiger Eltern erspart als Bittsteller ihren Wunsch nach Kinderbetreuug im Mieminger Spatzennest rechtfertigen zu müssen.

Für soziale Härtefälle  gewährt das Land Tirol den an strenge soziale Kriterien gebundenen Kinderbetreuungszuschuss. Anspruch darauf haben nur Mütter/Väter, die ihr Kind außerhäuslich betreuen lassen müssen, um ihrem Beruf nachgehen zu können, und beim Arbeitsmarktservice (AMS) keine Unterstützung mehr erhalten.

https://www.tirol.gv.at/gesellschaft-soziales/familienreferat/foerderungen/kinderbetreuungszuschuss/

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