Gschwent. Änderung ÖRK/FLÄWI

 

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Foto: Herbert Krug

Den Entwürfen einer Änderung des örtlichen Raumordnungskonzepts und Flächenwidmungsplanes im Bereich Gschwent Grundstücknummer .281 stimmte der Obsteiger Gemeinderat einstimmig zu. Sie liegen nun von 02. 09. bis 30. 09. 2016 zur öffentlichen Einsichtnahme in der Gemeinde auf. Der Beschluss wird rechtswirksam, wenn im genannten Zeitraum keine Stellungnahmen eintreffen. Alle schriftlichen Stellungnahmen, die bis 30. September eintreffen, müssen dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht und neu diskutiert werden.

Der Weiler Gschwent weist eine gemischte Siedlungsstruktur aus Hofstellen und Wohngebäuden auf. Die betreffende Hofstelle befindet sich im geschlossenen Siedlungsgebiet. Es besteht der Wunsch, die derzeit nicht genutzten Wirtschaftsgebäude durch ein weiteres Wohngebäude zu ersetzen. Für eine spätere Wiederaufnahme des landwirtschaftlichen Betriebes wäre die Errichtung neuer, moderner Stallanlagen abseits vom Siedlungsgebiet ohnehin unumgänglich. Das alte Wohnhaus bleibt in seinem derzeitigen Erscheinungsbild und seiner Bedeutung für das Ortsbild von Gschwent erhalten.

 

Obsteiger Kinder im Spatzennest Mieming

Drei Familien haben bei der Gemeinde um finanzielle Unterstützung für den Besuch ihrer Kinder im Spatzennest Mieming angesucht.

Während andere Gemeinden dem Antrag auf direkte Unterstützung des Spatzennests nachkommen, wurde diese im Obsteiger Gemeinderat mehrheitlich (Liste  Obsteig, Bauern für Obsteig, Für Obsteig) abgelehnt. Obsteiger Eltern haben seither höhere Betreuungsgebühren zu bezahlen. Um Ersatz dieses Mehraufwandes (insgesamt für die Kinder der drei Familien ca. €270 / Monat) wurde nun angesucht.

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Das Spatzennest Mieming stellt aus verschiedensten Gründen für einige Familien eine wertvolle Alternative zum Gemeindekindergarten dar. Die große Mehrheit der Obsteiger Kinder besucht mit viel Freude unseren Kindergarten in Holzleiten , unsere Kinder wachsen gemeinsam im Dorf auf und wir  Eltern dürfen auf eine liebevolle und pädagogisch hochwertige Betreuung  vertrauen.

Unser westlicher Lebensstandard definiert sich jedoch nicht zuletzt über das Vorhandensein von Wahlmöglichkeiten. Alle anderen Plateaugemeinden unterstützen das Spatzennest durch eine direkte Förderung, garantiert auf 10 Jahre. Dies ermöglicht dem Spatzennest einerseits längerfristige Planung und andererseits die verlässliche Bereitstellung seines Betreuungsangebots. Trotz eines erheblichen finanziellen Mehraufwands bleibt das Spatzennest für Kinder dieser Gemeinden leistbar. Die Gemeinden wiederum  setzen ein Zeichen, dass sie Privatinitiativen zum Wohle der Bevölkerung unterstützen.

In seiner Sitzung vom 01. 09. konnte sich der Obsteiger Gemeinderat auf keine Vorgangsweise einigen. Diskutiert wurde beispielsweise das Erstellen eines Kriterienkatalogs, nach dem der Obsteiger Gemeinderat im nichtöffentlichen Teil seiner Gemeinderatsitzungen die Förderwürdigkeit der jeweiligen Antragsteller beurteilen könnte…

Die Angelegenheit wurde vertagt. In der angekündigten Arbeitssitzung zum Thema gilt es eine praktikable und für alle leistbare Lösung zu finden, die es Obsteiger Eltern erspart als Bittsteller ihren Wunsch nach Kinderbetreuug im Mieminger Spatzennest rechtfertigen zu müssen.

Für soziale Härtefälle  gewährt das Land Tirol den an strenge soziale Kriterien gebundenen Kinderbetreuungszuschuss. Anspruch darauf haben nur Mütter/Väter, die ihr Kind außerhäuslich betreuen lassen müssen, um ihrem Beruf nachgehen zu können, und beim Arbeitsmarktservice (AMS) keine Unterstützung mehr erhalten.

https://www.tirol.gv.at/gesellschaft-soziales/familienreferat/foerderungen/kinderbetreuungszuschuss/

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