Landwirtschaftliche Vorsorgeflächen Mieminger Plateau

Vorsorgeflächen

Der  Verordnungsentwurf der Landesregierung über die Erlassung der landwirtschaftlichen Vorsorgeflächen „PV Inntal – Mieminger Plateau“  wurde in den letzten Tagen an die Gemeinden übermittelt und wird dort von 20.03.2017 bis einschließlich 22.05.2017 zur öffentlichen Einsichtnahme aufliegen. Es besteht das Recht, innerhalb dieses Zeitraums schriftliche Stellungnahmen abzugeben.

Die Festlegung von landwirtschaftlichen Vorsorgeflächen dient dem Schutz von Flächen, die für eine regionale und landesweite Landwirtschaft von besonderer Bedeutung sind.

Die unmittelbare Rechtswirkung der Festlegung der landwirtschaftlichen Vorsorgeflächen besteht im Verbot der Ausweisung von Siedlungserweiterungsgebieten in den Örtlichen Raumordnungskonzepten und im Verbot der Baulandwidmung durch die Gemeinden. Das bedeutet, dass innerhalb der landwirtschaftlichen Vorsorgeflächen nur jene Bauten möglich sind, die im Freiland zulässig sind (bei sonstiger baurechtlicher Zulässigkeit). Weiters ist die Widmung von Sonderflächen zulässig, wenn sie den Zielsetzungen des Regionalprogramms betreffend landwirtschaftliche Vorsorgeflächen nicht widersprechen. Dazu zählen vor allem Sonderflächen für landwirtschaftliche Gebäude (außer für die Intensivtierhaltung), soweit sie mit den Zielen der örtlichen Raumordnung vereinbar sind.
( Quelle: Regionalprogramm betreffend landwirtschaftliche Vorsorgeflächen, Amt der Tiroler Landesregierung Sachgebiet Raumordnung )

Bauprojekt Martinsklause

 

Durch die Auflage und den Erlass eines Bebauungsplanes ermöglicht der Gemeinderat von Obsteig die Bebauung des Bereichs Martinsklause mit drei Baukörpern zu jeweils 546 m2.  Auf dem Areal der ehemaligen Martinsklause sollen hochwertige Eigentumswohnungen für gehobene Ansprüche entstehen.

TO_Martinsklause

Das Grundstück wurde von Dr. Markus Knoll, einem Innsbrucker Rechtsanwalt erworben.Die Wohnbau MK GmbH plant auf Grundstück Nr. .393 drei Gebäude mit Wohnungen zu errichten.

Architekt DI Wolfgang Tomaschko wurde mit der Planung der Wohngebäude beauftragt. Das Projekt nutzt eine bereits gewidmete Fläche und entspricht somit dem Bestreben des Landes nach einer baulichen Verdichtung nach innen. Die Lage der Fläche im Ortszentrum spricht ebenfalls für das Projekt. Ungenutzte alte Bausubstanz zu nutzen wird immer interessanter, da Neuwidmungen aufgrund des Baulandüberhanges in Obsteig nur mehr schwer zu argumentieren sein werden.

Das Projekt wurde in mehreren Sitzungen des Bauausschusses gemeinsam mit dem Obsteiger Raumplaner DI Dr. Erich Ortner im Jänner dieses Jahres vorberaten und dem Gemeinderat beschlussfähig vorgelegt. Insbesondere war darauf zu achten, dass durch Zufahrt und Bebauung des Martinsklauseareals nicht die angrenzenden Gemeindegrundstücke eine Wertminderung erfahren. Der Tauschvertrag zwischen RA Knoll und der Gemeinde Obsteig bzw. die Verlegung der Zufahrt stellen dies sicher.

In seiner Sitzung vom 16. 03. 2017 beauftragte der Gemeinderat von Obsteig BM Hermann Föger vor Vertragsunterzeichnung die Kostenübernahme für Wegerrichtung und Wegerhaltung abzuklären.