Der Bürger denkt an sich …

…Grenzen der direkten Demokratie

Skepsis gegenüber Entscheidungen politischer Mandatare macht sich breit. Der Vorwurf, Entscheidungen über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu treffen wird laut. Es ist unmöglich, Entscheidungen zu erklären, da schon im Vorfeld auf Basis von Informationen, die dem sprichwörtlichen Hören/Sagen zugeordnet werden müssen, empört Widerstand geleistet wird.

Der „Wutbürger“ will keinen Wandel, verteidigt den Ist-Zustand, vor allem dann, wenn sein unmittelbarer Nahbereich betroffen ist. Eine dynamische Weiterentwicklung der Gemeinde wird dadurch immer schwieriger, für junge Menschen der Aufbau einer Existenz zum Überlebenskampf. Das Prinzip der repräsentativen Demokratie basiert auf dem Vertrauen der Wähler in ihre Repräsentanten. Auf kommunalpolitischer Ebene lautet der Auftrag an den Gemeinderat, das Gemeinwohl über Einzelinteressen, das „Wir“ über das „Ich“ zu stellen. Über „Stellungnahmen“ zu Beschlüssen, mit denen sich der Einzelne in seinen Rechten verletzt fühlt, besteht jederzeit die Möglichkeit, den Gemeinderat zur neuerlichen Behandlung einer Frage zu zwingen. Für Gemeinderäte ist es allerdings nicht immer einfach, sich nicht von kleinen renitenten Gruppen vereinnahmen zu lassen oder wie es ein Obsteiger Gemeinderat einmal ausdrückte: „ Mit jeder Entscheidung fünf Feinde mehr im Dorf.“

Seine demokratischen Rechte übt der Gemeindebürger in einer repräsentativen Demokratie grundsätzlich über seine Beteiligung an Wahlen und die Mitwirkung in Parteien und Listen aus.

Stillstand kann nicht das Ziel für eine Gemeinde sein, Neues und Veränderung müssen möglich bleiben, ohne den Einzelnen über Gebühr zu belasten. Der Obsteiger Gemeinderat ist sich seiner Verantwortung bewusst.

(Chaletdorf, Parkplätze Wudu, Hühnerzuchtbetrieb u.v.m.)

Infotafel Obsteig

Im Auftrag der Gemeinde hat das Chronikteam die Infotafel, die  Einheimischen und Gästen eine kurzgefasste Beschreibung unseres Dorfes gibt – überarbeitet.  Die ursprünglich vom langjährigen Chronisten Hubert Stecher zusammengestellten Informationen wurden mit einigen aktuellen Daten ergänzt. Einheimische Firmen stellten als Sponsoren die Finanzierung der neuen Tafel sicher.20190526_071729

War die Tafel an ihrem ehemaligen Standort im Eingangsbereich des Gemeindeamts schon kaum jemandem aufgefallen, so bietet auch der neue Standort keine Möglichkeit vor der Tafel stehend die Geschichte unseres Dorfes nachzulesen. Man müsste dazu auf der Fahrbahn stehen und hätte wohl kaum die Ruhe sich über Obsteig zu informieren.