Das schöne Lied von den Gesamtlösungen

… oder warum ich mir die Adaptierung des Stadels von Schneggenhausen als separaten Budgetpunkt gewünscht habe.

Meine Skepsis gegenüber schön klingenden und medienwirksamen  „Gesamtlösungen“ ist groß.

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Obsteig kann ein Lied von kleinen Projekten singen, die nach Aufnahme in Großprojekte sich schnell in Luft aufgelöst haben. An dieser Stelle darf zum Beispiel an das Projekt „Boulderhalle“ erinnert werden. Die Pläne für die am Standort des Gemeindebauhofs geplante Halle lagen auf dem Tisch, Gemeinde und Alpenverein waren sich einig, dass das zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unbekannte Bouldern sich zum absoluten Trendsport entwickeln würde. Alles schien auf Schiene, da kam vom TVB die Nachricht, man wolle das kleine Boulderprojekt „ganz groß aufziehen“  und in das Gesamtkonzept „Grünbergarena“ eingliedern. Das Ergebnis ist bekannt, wir haben weder Grünbergarena noch Boulderhalle. Vielleicht sollten wir einfach einmal unsere Kinder fragen, was passiert, wenn man die bunt schillernden Seifenblasen zu sehr aufbläst.

Schneggenhausen

Mit dem Ankauf von Schneggenhausen im Jahr 2003 bekannte sich der Gemeinderat von Obsteig (GR 25. August 2003) zur Notwendigkeit des Erhalts dieses historischen Gebäudes. Der Gemeinderat der letzten Periode unterstrich dieses Bekenntnis durch die Bildung eines  Ausschuss für Entwicklung eines Zentrums der Begegnung Schneggenhausen. Die Adaptierung des Gebäudes und der dazugehörigen Grünflächen für öffentliche Zwecke muss Priorität eingeräumt werden.

Wenn von einigen Gemeinderäten über den Verkauf des Gebäudes nachgedacht wird, ist Gefahr im Verzug, unserem Dorf nicht wiedergutzumachenden Schaden zuzufügen.

Das Chronikteam hat mit seinen zwei Ausstellungen die Qualität des Stadels von Schneggenhausen als Veranstaltungsort erlebbar gemacht. Das einzigartige Ambiente eines alten Stadels gibt Veranstaltungen für 80 -100 Personen in der Übergangszeit ein ganz besonderes Flair. Damit der Stadel jedoch allen Obsteigern für ihre Veranstaltungen zugänglich gemacht werden kann,  braucht es  rasch Adaptierungsmaßnahmen.  Unsere Vereine brauchen eine „wetterfeste“ Location, damit Veranstaltungen nicht witterungsbedingt immer wieder verschoben oder gar abgesagt werden müssen. Der adaptierte Stadel würde sich aber auch ideal für Familienfeiern wie Hochzeiten, Jubiläen etc. eignen.

Um das einzigartige Flair des Stadels und der Grünflächen davor zu erhalten, braucht es eine einfühlsame Adaptierung, die sprichwörtliche „Reduktion aufs Maximum“.  Toilettanlagen bzw. ein Wasseranschluss sind unbedingt notwendig. Ein Gutachten eines Sachverständigen muss klären, welche Sicherheitsstandards einzuhalten sind.  Mit der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung und unserem Bausachverständigen DI Erwin Ofner stehen der Gemeinde hier kompetente Berater zur Verfügung.

Auf Basis dieser Gutachten kann dann entschieden werden, was wir Obsteiger in Eigenleistung selbst anpacken könnten, um das Projekt nicht am Finanziellen scheitern zu lassen.

Um den Stadel für uns alle zu erhalten, braucht es jetzt Leute, die sagen, was zu tun ist, damit es gelingt und nicht warum es nicht gelingt.

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