Grünes Licht für Geflügelstall im Weiler Wald

Grünes Licht, aber mit zahlreichen Auflagen.

Mit seinem Erlassungsbeschluss (Abstimmungsergebnis 8:5) bestätigte der Obsteiger Gemeinderat in seiner gestrigen Sitzung die schon am 03.12.2020 beschlossenen Änderung des Flächenwidmungsplanes im Bereich des Grundstücks Nr. 5547, Wald. Die bereits legendäre Sitzung musste erstmals in der Tennishalle des Tyrol Hotels abgehalten werden, um den Besucherandrang und die herrschenden Abstandsregeln bewältigen zu können. Die Freiwillige Feuerwehr übernahm den an diesem Abend notwendigen Ordnungsdienst, einschliesslich der namentlichen Registrierung aller Zuhörer und Zuhörerinnen.

Für die Rechtskraft der Umwidmung ist nun noch die aufsichtsbehördliche Genehmigung durch das Land Tirol erforderlich.

Die in der Sitzung ebenfalls beschlossene Erlassung eines Bebauungsplanes (9:4) ist zur Sicherstellung einer mit dem Landschaftsbild vertretbaren Bebauung erforderlich. Der betroffene Bereich umfasst 1336m² auf.

In landschaftlich wertvollen Freihalteflächen dürfen neue Gebäude nur im unmittelbaren Nahbereich bestehender Gebäude und ausschließlich für landwirtschaftliche Zwecke errichtet werden. Eine Anbindung des geplanten Geflügelstalles an das Wassernetz der Gemeinde ist möglich. Die Abwasserentsorgung ist nutzungsbedingt nicht erforderlich.

Der Widmungswerber ist verpflichtet, den im öffentlichen Wegegut befindlichen Zufahrtsweg in einen durch LKW-befahrbaren Zustand zu bringen.

Das Planungsgebiet ist in zweckmäßiger Weise in besonderer Bauweise zu bebauen.

Die höchstzulässige Ausdehnung der Gebäudekörper ist auch im Bebauungsplan festgelegt.

Die Regelung der zulässigen Bauhöhe erfolgt in einer kombinierten Festlegung aus dem höchstzulässigen bzw. auch traufseitigen Wandabschluss, der höchstzulässigen Wandhöhe und dem höchsten Gebäudepunkt. Der höchstzulässige oberste traufseitige Wandabschluss wird für das Hauptgebäude mit 964.75üA (über Adria) bzw. für die Nebengebäude mit 960.0üA beschränkt.

Die Nebengebäude werden als Erschließungstrakte bzw. Lager ausgewiesen, wobei diese überwiegend unterirdisch auszuführen sind. An den östlichen, nördlichen bzw. südlichen Anschlussflächen sind daher die Nebengebäude überwiegend in das Gelände zu integrieren. Dazu wird an der Ostseite zusätzlich eine zulässige Wandhöhe mit 0,0 m (nach Bauführung) ausgewiesen.

Zwingend vorgeschrieben wird auch ein Satteldach für das Hauptgebäude, Fotovoltaik- und Solaranlagen sind bündig in die Dachhaut zu integrieren. Die Fassadengestaltung hat überwiegend in Holzbauweise zu erfolgen. Die Futtersilos sind in dunkler Farbe auszuführen

Weiters ist im Zuge des Bauverfahrens ein landschaftspflegerischer Begleitplan in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde einzuholen.