Legislator, was ist das eigentlich?

Der Legislator/ die Legislatorin wird auf Vorschlag der Gemeinde vom Oberlandesgericht bestellt und ist für die Beglaubigung von Unterschriften auf Kaufverträgen, Darlehensverträge etc., zuständig.

Vom Legislator/ von der Legislatorin beglaubigt wird die Echtheit der Unterschrift, daher ist es nicht notwendig, diese Unterschriften beim Gericht oder beim Notar beglaubigen zu lassen.

Die betreffende Person, deren Unterschrift beglaubigt werden soll, muss in der Gemeinde Obsteig mit Hauptwohnsitz oder Nebenwohnsitz gemeldet sein und  dem Legalisator/ der Legislatorin persönlich bekannt sein bzw. muss ihre Identität durch zwei dem Legalisator/ der Legislatorin persönlich bekannte Personen bestätigt werden.

Die Unterschrift ist persönlich vor dem Legalisator/ vor der Legislatorin zu leisten.

Mit Ende 2019 hat Herta Schaller ihre Funktion als Legalisatorin zurückgelegt.Viele Jahre war sie der Bevölkerung von Obsteig in dieser Funktion zur Verfügung gestanden und hat uns auf diese Weise so manchen Weg zu den Gerichten oder Notaren erspart.

Ein herzliches Vergelt’s Gott dafür!

Das schöne Lied von den Gesamtlösungen

… oder warum ich mir die Adaptierung des Stadels von Schneggenhausen als separaten Budgetpunkt gewünscht habe.

Meine Skepsis gegenüber schön klingenden und medienwirksamen  „Gesamtlösungen“ ist groß.

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Obsteig kann ein Lied von kleinen Projekten singen, die nach Aufnahme in Großprojekte sich schnell in Luft aufgelöst haben. An dieser Stelle darf zum Beispiel an das Projekt „Boulderhalle“ erinnert werden. Die Pläne für die am Standort des Gemeindebauhofs geplante Halle lagen auf dem Tisch, Gemeinde und Alpenverein waren sich einig, dass das zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unbekannte Bouldern sich zum absoluten Trendsport entwickeln würde. Alles schien auf Schiene, da kam vom TVB die Nachricht, man wolle das kleine Boulderprojekt „ganz groß aufziehen“  und in das Gesamtkonzept „Grünbergarena“ eingliedern. Das Ergebnis ist bekannt, wir haben weder Grünbergarena noch Boulderhalle. Vielleicht sollten wir einfach einmal unsere Kinder fragen, was passiert, wenn man die bunt schillernden Seifenblasen zu sehr aufbläst.

Schneggenhausen

Mit dem Ankauf von Schneggenhausen im Jahr 2003 bekannte sich der Gemeinderat von Obsteig (GR 25. August 2003) zur Notwendigkeit des Erhalts dieses historischen Gebäudes. Der Gemeinderat der letzten Periode unterstrich dieses Bekenntnis durch die Bildung eines  Ausschuss für Entwicklung eines Zentrums der Begegnung Schneggenhausen. Die Adaptierung des Gebäudes und der dazugehörigen Grünflächen für öffentliche Zwecke muss Priorität eingeräumt werden.

Wenn von einigen Gemeinderäten über den Verkauf des Gebäudes nachgedacht wird, ist Gefahr im Verzug, unserem Dorf nicht wiedergutzumachenden Schaden zuzufügen.

Das Chronikteam hat mit seinen zwei Ausstellungen die Qualität des Stadels von Schneggenhausen als Veranstaltungsort erlebbar gemacht. Das einzigartige Ambiente eines alten Stadels gibt Veranstaltungen für 80 -100 Personen in der Übergangszeit ein ganz besonderes Flair. Damit der Stadel jedoch allen Obsteigern für ihre Veranstaltungen zugänglich gemacht werden kann,  braucht es  rasch Adaptierungsmaßnahmen.  Unsere Vereine brauchen eine „wetterfeste“ Location, damit Veranstaltungen nicht witterungsbedingt immer wieder verschoben oder gar abgesagt werden müssen. Der adaptierte Stadel würde sich aber auch ideal für Familienfeiern wie Hochzeiten, Jubiläen etc. eignen.

Um das einzigartige Flair des Stadels und der Grünflächen davor zu erhalten, braucht es eine einfühlsame Adaptierung, die sprichwörtliche „Reduktion aufs Maximum“.  Toilettanlagen bzw. ein Wasseranschluss sind unbedingt notwendig. Ein Gutachten eines Sachverständigen muss klären, welche Sicherheitsstandards einzuhalten sind.  Mit der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung und unserem Bausachverständigen DI Erwin Ofner stehen der Gemeinde hier kompetente Berater zur Verfügung.

Auf Basis dieser Gutachten kann dann entschieden werden, was wir Obsteiger in Eigenleistung selbst anpacken könnten, um das Projekt nicht am Finanziellen scheitern zu lassen.

Um den Stadel für uns alle zu erhalten, braucht es jetzt Leute, die sagen, was zu tun ist, damit es gelingt und nicht warum es nicht gelingt.

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Gemeinderatsitzung vom 30. 01. 2020

uberschreitungenIn seiner Sitzung am 30.01.2020 hat der Obsteiger Gemeinderat das Budget 2020, den Voranschlag 2020 und den mittelfristigen Finanzplan 2021 bis 2024, mit zwei Gegenstimmen (Lisi Kössler, Sabine Ortner) beschlossen.

https://www.tt.com/artikel/16596087/mark-stadel-mark-schneggenhausen-in-mark-obsteig-mark-koennte-bald-2-fruehling-erleben

Einstimmig beschlossen wurde hingegen  eine Änderung der Parkabgabenverordnung der Gemeinde Obsteig. Da die aktuelle Rechtslage keine Unterscheidung zwischen Einheimischen und Parkplatznutzern von außen mehr zulässt, können keine Parkkarten mehr ausgestellt werden.  Geparkt  wird in Zukunft zum einheitlichen Tarif von €4 zwischen 07:00 und 19:00 Uhr.

Hermann Föger

Die Parkabgabenverordnung für den Parkplatz Arzkasten wird daher neu geregelt, die Parkabgabeverordnung  von 2008 aufgehoben. Die Gemeinde wird die Bevölkerung mittels Postwurf informieren.

Als grundsätzlich positiv und zielführend erachtet, einigte man sich auch auf eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mieming in Sachen Reststoffsammlung. In beiden Gemeinden stehen die Erweiterung und Modernisierung ihrer Recyclinghöfe an. Was die Finanzierung betrifft, werden Gemeindekooperationen  auch vom Land unterstützt und besonders gefördert. Eine Zusammenfassung der Wertstoffsammlungen am Mieminger Plateau an einem gemeinsamen Standort erscheint jedenfalls sinnvoll.

 

Brunnenfigur Finsterfiecht

Die wertvollen Brunnenfiguren des Obsteiger Holzbildhauers Hermann Rieser weisen starke Verwitterungsspuren auf und drohen für immer verloren zu gehen. Das Chronikteam Obsteig widmete seine  Ausstellung 2018 Hermann Rieser und bat die Bevölkerung um Spenden, damit eine fachgerechte und zeitnahe Restaurierung der Figuren in Angriff genommen werden konnte.

Die Brunnenfigur in Finsterfiecht war nun die erste Figur, die am vergangenen Samstag perfekt restauriert wieder aufgestellt werden konnte.

Auf Vermittlung von Margret und Erich Fiegl hatte sich die Umhauser Restauratorin Alexandra Leiter der Figur sachkundig angenommen. Das Ergebnis kann sich sehen lasssen und macht uns stolz.

Fotos: Alexandra Leiter

Warum bist du gekommen, wenn du schon wieder gehst …

So beginnt das Lied vom „Bajazzo“, das Peter Reich gestern zur Eröffnung der diesjährigen Chronikausstellung gesungen hat. Diese Zeile könnte aber auch das Motto der Ausstellung „Erinnerungen – Sterbebilder erzählen“ sein, die das Kommen und Gehen von Menschen in Obsteig zum Thema hat.

Auf fast 500 Sterbebildern erinnert das Obsteiger Chronikteam an zwischen 1878 und 2018 verstorbene Obsteiger und Obsteigerinnen, die unser Dorf geprägt haben und lädt gleichzeitig alle Besucher dazu ein, sich die Geschichten zu erzählen, die mit den abgebildeten Personen in Erinnerung geblieben sind.

Bilder vom Aufbau und der Ausstellung hier unter:

Ausstellungen: Sterbebilder

Hier schon der Bericht und zahlreiche Bilder von der Vernissage am Freitag, den 27. 09.,von Knut Kuckel.

https://www.tirolbayern.de/2019/09/28/sterbebilder-erzaehlen-tot-ist-nur-wer-vergessen-wird/

Wichtiger Hinweis: Die Ausstellung ist letztmalig am Samstag, 05. 10., von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

mein monat, 17.10. 2019; Margit Offer

https://www.meinmonat.at/

Neuauflage Fläwi Chaletdorf

Während der 4-wöchigen Auflegungs- und Stellungnahmefrist zum Entwurf der Änderung des Flächenwidmungsplans der für die Errichtung eines Hoteldorfs und eines angrenzenden Privatparkplatzes war die Gemeinde aufgefordert worden, den Grenzverlauf zwischen den Grundstücken abzugleichen und die Widmung des Parkplatzes zu vereinheitlichen. In seiner Sitzung vom 22. 08. 2019 wurde die Stellungnahme behandelt und der Entwurf des Flächenwidmungsplans einstimmig entsprechend abgeändert.

Die Beschlussfähigkeit des Gemeinderats war trotz „Sommerpause“ gegeben. Das Sommerteam waren Bürgermeister Hermann Föger, die Gemeinderäte Erich Mirth, Christian Grutsch, Margreth Muglach,  Simon Wilhelm, Andreas Riser, Sabine Ortner und die Ersatzgemeinderäte Martin Granbichler und Marion Partner-Auer. Der Entwurf liegt nun für weitere zwei Wochen zur Einsichtnahme und Abgabe von Stellungnahmen auf.

Der Zweck der Änderung des Flächenwidmungsplanes ist die Errichtung eines Hoteldorfs in Obsteig, ein wichtiger Impuls für unsere Tourismuswirtschaft und heimische Betriebe. Das unter dem Begriff „Glamping“ (Glamour +Camping) zusammengefasste touristische Angebot verspricht für unsere Region einen anspruchsvollen Gast, der gerne die Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe am Plateau nützt.

Mittels Widmung, aber auch privatrechtlicher Vereinbarungen, Schallschutzmaßnahmen u.v.m. versucht die Gemeinde Obsteig die nachhaltige Betriebsführung des Hoteldorfs abzusichern.

Sterbebilderausstellung im September

Unter dem Titel Erinnerungen… Sterbebilder erzählen bereitet das Obsteiger Chronikteam derzeit eine Ausstellung von fast 500 Sterbebildchen vor. Alle Sterbebilder werden gescannt, auf Karton aufgeklebt und geschnitten. Die Originale verbleiben bei den Eigentümern.

Das Team kann hier auf die über Jahrzehnte zusammengetragenen Sammlungen von Klaus Rieser und Johannes M. Faimann, zurückgreifen.

 

Eröffnung der diesjährigen Ausstellung ist am 27. September um 19:00 Uhr. Wie schon im Vorjahr – anlässlich der Hermann Rieser Ausstellung – lädt das Chronikteam wieder alle Interessierte in den Stadel von Schneggenhausen ein.

Hohe Auszeichnung

Am Hohen Frauentag ehrt das Land Tirol verdiente Mitbürger. Im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg vergaben die Landeshauptleute Günther Platter und Arno Kompatscher 188 Verdienstkreuze und Verdienstmedaillen. Heuer war auch ein Obsteiger unter den Geehrten.

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Ludwig Schaber und Hans Auer beim Erntedankfest 2018. Foto: obsteigaktuell

Hans Auer erhielt für seine Verdienste um das Tiroler Schützenwesen die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen.

Wir gratulieren!

Der Bürger denkt an sich …

…Grenzen der direkten Demokratie

Skepsis gegenüber Entscheidungen politischer Mandatare macht sich breit. Der Vorwurf, Entscheidungen über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu treffen wird laut. Es ist unmöglich, Entscheidungen zu erklären, da schon im Vorfeld auf Basis von Informationen, die dem sprichwörtlichen Hören/Sagen zugeordnet werden müssen, empört Widerstand geleistet wird.

Der „Wutbürger“ will keinen Wandel, verteidigt den Ist-Zustand, vor allem dann, wenn sein unmittelbarer Nahbereich betroffen ist. Eine dynamische Weiterentwicklung der Gemeinde wird dadurch immer schwieriger, für junge Menschen der Aufbau einer Existenz zum Überlebenskampf. Das Prinzip der repräsentativen Demokratie basiert auf dem Vertrauen der Wähler in ihre Repräsentanten. Auf kommunalpolitischer Ebene lautet der Auftrag an den Gemeinderat, das Gemeinwohl über Einzelinteressen, das „Wir“ über das „Ich“ zu stellen. Über „Stellungnahmen“ zu Beschlüssen, mit denen sich der Einzelne in seinen Rechten verletzt fühlt, besteht jederzeit die Möglichkeit, den Gemeinderat zur neuerlichen Behandlung einer Frage zu zwingen. Für Gemeinderäte ist es allerdings nicht immer einfach, sich nicht von kleinen renitenten Gruppen vereinnahmen zu lassen oder wie es ein Obsteiger Gemeinderat einmal ausdrückte: „ Mit jeder Entscheidung fünf Feinde mehr im Dorf.“

Seine demokratischen Rechte übt der Gemeindebürger in einer repräsentativen Demokratie grundsätzlich über seine Beteiligung an Wahlen und die Mitwirkung in Parteien und Listen aus.

Stillstand kann nicht das Ziel für eine Gemeinde sein, Neues und Veränderung müssen möglich bleiben, ohne den Einzelnen über Gebühr zu belasten. Der Obsteiger Gemeinderat ist sich seiner Verantwortung bewusst.

(Chaletdorf, Parkplätze Wudu, Hühnerzuchtbetrieb u.v.m.)