Der Virus oder das Virus? Einerlei*.

Um die rasante Ausbreitung des Corona Virus in unserem Land zu bremsen und so einen möglichen Kollaps der medizinischen Versorgung hintanzuhalten, gelten seit heute Sonntag (12. 03.) weitreichende Verkehrsbeschränkungen.

Das Verlassen des eigenen Wohnsitzes wird Personen, die ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Tirol haben, mit Ausnahme von triftigen Gründen zur Deckung von Grundbedürfnissen verboten.

Triftige Gründe zur Deckung von Grundbedürfnissen, die ein Verlassen des eigenen Wohnsitzes rechtfertigen, sind die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z.B. Arztbesuch, medizinische Behandlungen, Therapie), Handlungen zur Versorgung der Grundbedürfnisse (z.B. Lebensmitteleinkauf, Gang zur Apotheke oder zum Geldautomat, Besuch bei Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen in ihrem jeweiligen privaten Bereich) und Handlungen zur Versorgung von Tieren. Diese triftigen Gründe sind im Falle von Kontrollen durch die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes glaubhaft zu machen.

Schulen, Geschäfte, Restaurants ab Montag geschlossen – für uns alle eine noch nie dagewesene Herausforderung. Um sie zu meistern, wird es viel Unterstützung brauchen. Und die kann nur von uns kommen… Wenn es hart auf hart kommt, gibt es auch in unserer Zeit wieder nur die eine, die gute, alte Nachbarschaftshilfe, auf die wir uns verlassen können.

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*Der Virus oder das Virus? Offenbar ist bei einem Virus das Geschlecht ebenso wandelbar wie seine Oberflächenstruktur. Und richtig: Ein Virus ist nicht nur in medizinischer, sondern auch in sprachlicher Hinsicht ein Verwandlungskünstler. Als Fachbegriff fand besagter Krankheitserreger zunächst als das Virus Eingang in die deutsche Sprache. Das ist typisch für bildungssprachliche Entlehnungen: Sie behalten zunächst ihr ursprüngliches Geschlecht bei. Mediziner und Seuchenspezialisten verwendeten Virus also als Substantiv sächlichen Geschlechts und blieben damit sehr nahe am lateinischen Ursprung: Mit dem sächlichen Hauptwort virus bezeichneten die alten Römer Schleim, Saft oder Gift. Doch wie ein Virus passt sich auch eine bildungssprachliche Entlehnung allmählich an ihre neue Umgebung an. Je häufiger sie in der Alltagssprache verwendet wird, desto eher wird ihr Geschlecht dem angepasst, was gewohnt und üblich klingt. Da Substantive auf -us meist männlich sind, wurde das Virus allmählich zu der Virus. Heute existieren in der Alltagssprache beide Formen nebeneinander und beide gelten als korrekt. In der Fachsprache dagegen blieb es bei der ursprünglichen sächlichen Form: das Virus. (Quelle: Duden)

Kinderbetreuung neue Tarife

Nach einer ausführlichen Bedarfserhebung und nach mehreren Vorgesprächen mit dem Kindergartenpersonal und der Volkshilfe Tirol soll der Tarif für den Kindergarten Holzleiten an die künftigen Herausforderungen angepasst und weitgehend mit den Tarifen für den Kinderhort vereinheitlicht werden. Dazu hat die Volkshilfe Tirol ein Tarifmodell ausgearbeitet, das vom Bürgermeister präsentiert wird.

Der Gemeinderat beschließt am 10. 03. einstimmig das von der Volkshilfe Tirol ausgearbeitete Tarifmodell:

Hort und Kindergarten Obsteig, ab Kinderbetreuungsjahr 2020/21

Empfehlung – Staffellung der Betreuungstarife

Da pro Kind auch organisatorische Agenden (Anmeldung, An- und Abwesenheiten, Verrechnung, Bas­telmaterial, Elternarbeit, etc.) zu erledigen sind, wäre eine Staffellung sinnvoll, bei dem für einen ein­zigen Betreuungs(nach)mittag mehr verrechnet wird, als für alle Wochentage aliquot. Es bietet sich die Staffellung 30/55/75/85/100 % an; d.h. für einen einzigen Betreuungstag werden 30 % des Wo­chentarifes, für 2 Tage 55 % etc. und für alle fünf Tage der Wochentarif (100 %) eingehoben. Im Hinblick auf den deutlich gestiegenen Betreuungsbedarf ist es außerdem sinnvoll, dass Eltern durch die Staffel­lung dazu angehalten sind, wirklich nur die tatsächlich benötigten Betreuungstage zu „buchen“.

Tarife

Landesgeschäftsstelle Volkshilfe Tirol | Südtiroler Platz 10-12 / 6.Stock | 6020 Innsbruck | Tel.: 0 50 890 10 00 tiroler@volkshilfe.net | http://www.volkshilfe.tirol | ZVR: 45 72 72 398 | IBAN: AT 37 1400 0668 1000 6715 | BIC: BAWAATWW

 

Legislator, was ist das eigentlich?

Der Legislator/ die Legislatorin wird auf Vorschlag der Gemeinde vom Oberlandesgericht bestellt und ist für die Beglaubigung von Unterschriften auf Kaufverträgen, Darlehensverträge etc., zuständig.

Vom Legislator/ von der Legislatorin beglaubigt wird die Echtheit der Unterschrift, daher ist es nicht notwendig, diese Unterschriften beim Gericht oder beim Notar beglaubigen zu lassen.

Die betreffende Person, deren Unterschrift beglaubigt werden soll, muss in der Gemeinde Obsteig mit Hauptwohnsitz oder Nebenwohnsitz gemeldet sein und dem Legalisator/ der Legislatorin persönlich bekannt sein bzw. muss ihre Identität durch zwei dem Legalisator/ der Legislatorin persönlich bekannte Personen bestätigt werden.

Die Unterschrift ist persönlich vor dem Legalisator/ vor der Legislatorin zu leisten.

Mit Ende 2019 hat Herta Schaller ihre Funktion als Legalisatorin zurückgelegt.Viele Jahre war sie der Bevölkerung von Obsteig in dieser Funktion zur Verfügung gestanden und hat uns auf diese Weise so manchen Weg zu den Gerichten oder Notaren erspart.

Ein herzliches Vergelt’s Gott dafür!

In seiner Sitzung vom 10. 03. beschließt der Obsteiger Gemeinderat Ewald Schennach als neuen Legalisator der Gemeinde vorzuschlagen.

Mehr zum Thema auch auf unserer Chronikseite:

Die Legalisatoren und Legalisatorinnen von Obsteig

Das schöne Lied von den Gesamtlösungen

… oder warum ich mir die Adaptierung des Stadels von Schneggenhausen als separaten Budgetpunkt gewünscht habe.

Meine Skepsis gegenüber schön klingenden und medienwirksamen  „Gesamtlösungen“ ist groß.

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Obsteig kann ein Lied von kleinen Projekten singen, die nach Aufnahme in Großprojekte sich schnell in Luft aufgelöst haben. An dieser Stelle darf zum Beispiel an das Projekt „Boulderhalle“ erinnert werden. Die Pläne für die am Standort des Gemeindebauhofs geplante Halle lagen auf dem Tisch, Gemeinde und Alpenverein waren sich einig, dass das zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unbekannte Bouldern sich zum absoluten Trendsport entwickeln würde. Alles schien auf Schiene, da kam vom TVB die Nachricht, man wolle das kleine Boulderprojekt „ganz groß aufziehen“  und in das Gesamtkonzept „Grünbergarena“ eingliedern. Das Ergebnis ist bekannt, wir haben weder Grünbergarena noch Boulderhalle. Vielleicht sollten wir einfach einmal unsere Kinder fragen, was passiert, wenn man die bunt schillernden Seifenblasen zu sehr aufbläst.

Schneggenhausen

Mit dem Ankauf von Schneggenhausen im Jahr 2003 bekannte sich der Gemeinderat von Obsteig (GR 25. August 2003) zur Notwendigkeit des Erhalts dieses historischen Gebäudes. Der Gemeinderat der letzten Periode unterstrich dieses Bekenntnis durch die Bildung eines  Ausschuss für Entwicklung eines Zentrums der Begegnung Schneggenhausen. Die Adaptierung des Gebäudes und der dazugehörigen Grünflächen für öffentliche Zwecke muss Priorität eingeräumt werden.

Wenn von einigen Gemeinderäten über den Verkauf des Gebäudes nachgedacht wird, ist Gefahr im Verzug, unserem Dorf nicht wiedergutzumachenden Schaden zuzufügen.

Das Chronikteam hat mit seinen zwei Ausstellungen die Qualität des Stadels von Schneggenhausen als Veranstaltungsort erlebbar gemacht. Das einzigartige Ambiente eines alten Stadels gibt Veranstaltungen für 80 -100 Personen in der Übergangszeit ein ganz besonderes Flair. Damit der Stadel jedoch allen Obsteigern für ihre Veranstaltungen zugänglich gemacht werden kann,  braucht es  rasch Adaptierungsmaßnahmen.  Unsere Vereine brauchen eine „wetterfeste“ Location, damit Veranstaltungen nicht witterungsbedingt immer wieder verschoben oder gar abgesagt werden müssen. Der adaptierte Stadel würde sich aber auch ideal für Familienfeiern wie Hochzeiten, Jubiläen etc. eignen.

Um das einzigartige Flair des Stadels und der Grünflächen davor zu erhalten, braucht es eine einfühlsame Adaptierung, die sprichwörtliche „Reduktion aufs Maximum“.  Toilettanlagen bzw. ein Wasseranschluss sind unbedingt notwendig. Ein Gutachten eines Sachverständigen muss klären, welche Sicherheitsstandards einzuhalten sind.  Mit der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung und unserem Bausachverständigen DI Erwin Ofner stehen der Gemeinde hier kompetente Berater zur Verfügung.

Auf Basis dieser Gutachten kann dann entschieden werden, was wir Obsteiger in Eigenleistung selbst anpacken könnten, um das Projekt nicht am Finanziellen scheitern zu lassen.

Um den Stadel für uns alle zu erhalten, braucht es jetzt Leute, die sagen, was zu tun ist, damit es gelingt und nicht warum es nicht gelingt.

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Gemeinderatsitzung vom 30. 01. 2020

uberschreitungenIn seiner Sitzung am 30.01.2020 hat der Obsteiger Gemeinderat das Budget 2020, den Voranschlag 2020 und den mittelfristigen Finanzplan 2021 bis 2024, mit zwei Gegenstimmen (Lisi Kössler, Sabine Ortner) beschlossen.

https://www.tt.com/artikel/16596087/mark-stadel-mark-schneggenhausen-in-mark-obsteig-mark-koennte-bald-2-fruehling-erleben

Einstimmig beschlossen wurde hingegen  eine Änderung der Parkabgabenverordnung der Gemeinde Obsteig. Da die aktuelle Rechtslage keine Unterscheidung zwischen Einheimischen und Parkplatznutzern von außen mehr zulässt, können keine Parkkarten mehr ausgestellt werden.  Geparkt  wird in Zukunft zum einheitlichen Tarif von €4 zwischen 07:00 und 19:00 Uhr.

Hermann Föger

Die Parkabgabenverordnung für den Parkplatz Arzkasten wird daher neu geregelt, die Parkabgabeverordnung  von 2008 aufgehoben. Die Gemeinde wird die Bevölkerung mittels Postwurf informieren.

Als grundsätzlich positiv und zielführend erachtet, einigte man sich auch auf eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mieming in Sachen Reststoffsammlung. In beiden Gemeinden stehen die Erweiterung und Modernisierung ihrer Recyclinghöfe an. Was die Finanzierung betrifft, werden Gemeindekooperationen  auch vom Land unterstützt und besonders gefördert. Eine Zusammenfassung der Wertstoffsammlungen am Mieminger Plateau an einem gemeinsamen Standort erscheint jedenfalls sinnvoll.

 

Brunnenfigur Finsterfiecht

Die wertvollen Brunnenfiguren des Obsteiger Holzbildhauers Hermann Rieser weisen starke Verwitterungsspuren auf und drohen für immer verloren zu gehen. Das Chronikteam Obsteig widmete seine  Ausstellung 2018 Hermann Rieser und bat die Bevölkerung um Spenden, damit eine fachgerechte und zeitnahe Restaurierung der Figuren in Angriff genommen werden konnte.

Die Brunnenfigur in Finsterfiecht war nun die erste Figur, die am vergangenen Samstag perfekt restauriert wieder aufgestellt werden konnte.

Auf Vermittlung von Margret und Erich Fiegl hatte sich die Umhauser Restauratorin Alexandra Leiter der Figur sachkundig angenommen. Das Ergebnis kann sich sehen lasssen und macht uns stolz.

Fotos: Alexandra Leiter

Warum bist du gekommen, wenn du schon wieder gehst …

So beginnt das Lied vom „Bajazzo“, das Peter Reich gestern zur Eröffnung der diesjährigen Chronikausstellung gesungen hat. Diese Zeile könnte aber auch das Motto der Ausstellung „Erinnerungen – Sterbebilder erzählen“ sein, die das Kommen und Gehen von Menschen in Obsteig zum Thema hat.

Auf fast 500 Sterbebildern erinnert das Obsteiger Chronikteam an zwischen 1878 und 2018 verstorbene Obsteiger und Obsteigerinnen, die unser Dorf geprägt haben und lädt gleichzeitig alle Besucher dazu ein, sich die Geschichten zu erzählen, die mit den abgebildeten Personen in Erinnerung geblieben sind.

Bilder vom Aufbau und der Ausstellung hier unter:

Ausstellungen: Sterbebilder

Hier schon der Bericht und zahlreiche Bilder von der Vernissage am Freitag, den 27. 09.,von Knut Kuckel.

https://www.tirolbayern.de/2019/09/28/sterbebilder-erzaehlen-tot-ist-nur-wer-vergessen-wird/

Wichtiger Hinweis: Die Ausstellung ist letztmalig am Samstag, 05. 10., von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

mein monat, 17.10. 2019; Margit Offer

https://www.meinmonat.at/

Neuauflage Fläwi Chaletdorf

Während der 4-wöchigen Auflegungs- und Stellungnahmefrist zum Entwurf der Änderung des Flächenwidmungsplans der für die Errichtung eines Hoteldorfs und eines angrenzenden Privatparkplatzes war die Gemeinde aufgefordert worden, den Grenzverlauf zwischen den Grundstücken abzugleichen und die Widmung des Parkplatzes zu vereinheitlichen. In seiner Sitzung vom 22. 08. 2019 wurde die Stellungnahme behandelt und der Entwurf des Flächenwidmungsplans einstimmig entsprechend abgeändert.

Die Beschlussfähigkeit des Gemeinderats war trotz „Sommerpause“ gegeben. Das Sommerteam waren Bürgermeister Hermann Föger, die Gemeinderäte Erich Mirth, Christian Grutsch, Margreth Muglach,  Simon Wilhelm, Andreas Riser, Sabine Ortner und die Ersatzgemeinderäte Martin Granbichler und Marion Partner-Auer. Der Entwurf liegt nun für weitere zwei Wochen zur Einsichtnahme und Abgabe von Stellungnahmen auf.

Der Zweck der Änderung des Flächenwidmungsplanes ist die Errichtung eines Hoteldorfs in Obsteig, ein wichtiger Impuls für unsere Tourismuswirtschaft und heimische Betriebe. Das unter dem Begriff „Glamping“ (Glamour +Camping) zusammengefasste touristische Angebot verspricht für unsere Region einen anspruchsvollen Gast, der gerne die Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe am Plateau nützt.

Mittels Widmung, aber auch privatrechtlicher Vereinbarungen, Schallschutzmaßnahmen u.v.m. versucht die Gemeinde Obsteig die nachhaltige Betriebsführung des Hoteldorfs abzusichern.

Sterbebilderausstellung im September

Unter dem Titel Erinnerungen… Sterbebilder erzählen bereitet das Obsteiger Chronikteam derzeit eine Ausstellung von fast 500 Sterbebildchen vor. Alle Sterbebilder werden gescannt, auf Karton aufgeklebt und geschnitten. Die Originale verbleiben bei den Eigentümern.

Das Team kann hier auf die über Jahrzehnte zusammengetragenen Sammlungen von Klaus Rieser und Johannes M. Faimann, zurückgreifen.

 

Eröffnung der diesjährigen Ausstellung ist am 27. September um 19:00 Uhr. Wie schon im Vorjahr – anlässlich der Hermann Rieser Ausstellung – lädt das Chronikteam wieder alle Interessierte in den Stadel von Schneggenhausen ein.