Neuer Deutschkurs in Obsteig

Ab Dienstag, 18. Oktober, bietet Mag. Birgit Tschavoll vom Team der DeutschlehrerInnen der GemNova zusätzlichen Deutschunterricht für die in Obsteig lebenden Asylsuchenden an.

AsylwerberInnen können ab dem ersten Tag in einer Tiroler AsylwerberInnenunterkunft mit Deutschkursen beginnen, die seit Anfang des Jahres von der GemNova auf professioneller Basis angeboten und koordiniert werden. http://gemnova.at/aktuelles/massgeschneiderte-unterrichtsmaterialien.html

Die GemNova DienstleistungsGmbH ist ein Tochterunternehmen des Tiroler Gemeindeverbandes mit der Aufgabe „ innovative Serviceleistungen zur Entlastung der Tiroler Gemeinden zu erbringen“.

Für ihren Bildungspool sucht die GemNova laufend FreizeitpädagogInnen, SchulassistentInnen und SprachberaterInnen bzw. für den Bereich Deutschkurse für Asylwerbende DeutschlehrerInnen. Die gewünschten Anforderungsprofile finden sich auf der Website.

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Ergänzt wird das Kursangebot der GemNova (3×60 Minuten) durch die Tätigkeit unserer ehrenamtlichen SprachbegleiterInnen, die seit letzten Dezember die Familien aus dem Irak, Somalia und Syrien beim Erlernen der deutschen Sprache betreuen.

Unter der Federführung von Bärbel Riser werden auch weiterhin fünf Obsteiger und Obsteigerinnen unsere Asylantenfamilien unentgeltlich und mit großem persönlichen Engagement betreuen.

http://www.gemnova.at

 

 

 

 

 

Ein wichtiger Schritt in Richtung Integration …

Da der Beherbergungsvertrag mit dem Tyrol Hotel mit Ende Mai ausläuft, galt es in den vergangenen Wochen möglichst rasch Ersatzunterkünfte für unsere  Asylwerber zu finden. Die erfreuliche Nachricht vorweg: für alle 28 Asylwerber, die weiterhin in Obsteig bleiben wollen, ist dies gelungen. Entsprechende Verträge  zwischen Asylwerber und Vermieter sind in Ausarbeitung.

Für die betroffenen Familien aus Syrien und dem Irak bedeuten die neuen Unterkünfte einen wichtigen Schritt in ihr neues Leben. Für die Obsteiger Bevölkerung wird es jetzt leichter werden, die neuen Mitbewohner bzw. Nachbarn auch persönlich kennenzulernen. Dies auch dank der Fortschritte, die während der letzten Monate bei den Deutschkenntnissen gemacht wurden.

BM Hermann Föger und der Obsteiger Gemeindevorstand prüfen derzeit Pläne und Finanzierungsvorschläge des Landes Tirol bezüglich des Ankaufs und der Adaptierung der „Martinklause“ als Flüchtlingsunterkunft. Die Mandatare der Bürgermeisterliste und der ListeObsteig gehen zum jetzigen Zeitpunkt von einem „Nullsummenspiel“ aus, da der Ankauf des Objekts über künftige Mieteinnahmen ( laut Vizebürgermeister Alexander Egger €90 Euro pro Kopf) zur Gänze finanziert würden und das Land Tirol Bereitschaft signalisiert habe, zwei Drittel der Umbaukosten von ca. €450 000 zu übernehmen. Darüberhinaus könnten im Erdgeschoss des Gebäudes ein Büro für einen Betreuer der Asylwerber und Vereinslokale untergebracht werden.

Die Obsteiger Ehrenamtlichen werden die Deutschkurse auch in Zukunft anbieten und weiterhin bei Bedarf den Neoobsteigern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Unseren Asylwerbern ist es jedoch auch immer wieder ein Bedürfnis sich für die freundliche Aufnahme in Obsteig bei der Bevölkerung erkenntlich zu zeigen. Sie helfen bei Garten- und Waldarbeiten und backen köstliche Kuchen, wie zuletzt beim Seniorennachmittag im Widum. (Bilder auf http://www.obsteigaktuell.info Flüchtlingsfrauen backen für Senioren)