Erweiterung Mooswaldsiedlung

Der Bebauungsplanentwurf im Bereich Mooswaldsiedlung konnte bei der gestrigen Sitzung noch nicht zur Abstimmung gebracht werden, da einzelne GemeinderätInnen zu restriktive Einschränkungen für die betroffenen Bauherren befürchteten. Die  Festlegung über die Ausgestaltung von Dächern ist jedoch weder im Planentwurf noch in den erläuternden Bemerkungen enthalten und war nur in einer Arbeitssitzung diskutiert worden.

Ein Bebauungsplan hat einerseits die zweckmäßige und bodensparende Bebauung und andererseits die harmonische Gesamtentwicklung, die Erhaltung eines harmonischen Orts- Strassen- und Landschaftsbildes zum Ziel.

Erweiterung Mooswaldsiedlung

Bildquelle: https://www.basemap.at

 

Gegenständlich betreffen die empfohlenen Vorgaben für zweigeschossige Einfamilienhäuser beispielsweise die möglichen Geländeveränderungen am Bauplatz. Diese werden auf höchstens 1,0 Meter beschränkt, um unansehnliche „Zyklopenmauern“ zu verhindern.

Fotovoltaik- und Solaranlagen sollten in die Dachhaut integriert  bzw. bei Flachdächern von unten nicht sichtbar angeordnet werden.

 

Die Aufgabe des Gemeinderats ist es, das Gesamtkonzept einer Siedlung im Auge zu behalten. Im Sinne einer zukünftigen guten Nachbarschaft und um den Siedlungscharakter zu betonen, müssen Bauherren sich bei der Gestaltung ihrer Häuser auf bestimmte Vorgaben einlassen.  Viele Bauherren machen das gerne, weil sie wissen, dass oft gerade die Siedlungen mit den restriktivsten Vorgaben die höchste Lebensqualität bieten, während jene mit einer populistischen Laissez-faire Strategie Nachbarschaftskonflikte vorprogrammieren.

Ein einheitliches Erscheinungsbild empfinden wir meist als harmonisch und schön. Wir glauben darin vielleicht sogar eine gewisse Verbundenheit unter den Bewohnern erkennen zu können. Die Siedlung ist der Ort, an dem Menschen zusammen leben.

 

Beispiele für Siedlungskonzepte gibt es viele. Eine „Klimaschutzsiedlung“  bietet Lebensqualität mit Ökofaktor, wenn die entsprechenden Auflagen (ausschließliche Errichtung von Passivhäusern und Nullenergiehäusern)  eingehalten werden. Eine familienfreundliche Siedlung wiederum  bietet Begegnungsplätze, Geh- und Radwege, die Kinder davor bewahren auf der Straße spielen zu müssen.

 

Die zukünftigen Bewohner sollen sich möglichst rasch mit ihrer Siedlung identifizieren, denn eine Siedlung ist weit mehr, als ein parzellierter Wald.