Martinsklause. Bebauungsplan

Die Fa. CARISMA Wohnbau GmbH plant auf dem Gelände der ehemaligen Martinsklause eine Wohnanlage zu errichten .

Die Erlassung eines Bebauungsplanes war zur Sicherstellung einer harmonischen Gesamtentwicklung insbesondere im Hinblick auf die Erhaltung eines harmonischen Orts- Strassen- und Landschaftsbildes erforderlich.  In einer Arbeitssitzung mit unserem Raumplaner hatte man sich darauf verständigt, im Sinne eines ansprechenden Erscheinungsbildes drei Baukörper mit Satteldach in dieser für das Dorfzentrum sensiblen Lage zu ermöglichen, ohne für den Projektbetreiber durch eine Vielzahl von Auflagen eine wirtschaftliche Realisierung des Vorhabens von Anfang an zu behindern.

Die Erschließung des Areals muss im Westen erfolgen, ausreichende Abstellplätze sind zu errichten. Letzteres nicht zuletzt deshalb, um das Ausweichen auf die angrenzenden Gemeindeparkplätze zu verhindern. Eine entsprechende Planänderung wurde dem Gemeinderat vorgelegt.

Und dann kam Corona ….

Da in die vierwöchige Auflagefrist des Bebauungsplanes die Quarantäneverordnung aller Tiroler Gemeinden fiel und es dadurch für die GemeindebürgerInnen schwierig gewesen wäre von ihren Einsichtsrechten Gebrauch zu machen, war das Auflageverfahren noch einmal durchzuführen. Der Bebauungsplan ist deshalb von 15. 04. 2020 bis 13. 05. 2020 nochmals zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegen. Es sind keine Stellungnahmen dazu in der Gemeinde eingelangt.

In seiner gestrigen Sitzung beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Obsteig einstimmig die Erlassung des von DI Dr. Erich Ortner ausgearbeiteten Bebauungsplanes.

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Bauprojekt Martinsklause

 

Durch die Auflage und den Erlass eines Bebauungsplanes ermöglicht der Gemeinderat von Obsteig die Bebauung des Bereichs Martinsklause mit drei Baukörpern zu jeweils 546 m2.  Auf dem Areal der ehemaligen Martinsklause sollen hochwertige Eigentumswohnungen für gehobene Ansprüche entstehen.

TO_Martinsklause

Das Grundstück wurde von Dr. Markus Knoll, einem Innsbrucker Rechtsanwalt erworben.Die Wohnbau MK GmbH plant auf Grundstück Nr. .393 drei Gebäude mit Wohnungen zu errichten.

Architekt DI Wolfgang Tomaschko wurde mit der Planung der Wohngebäude beauftragt. Das Projekt nutzt eine bereits gewidmete Fläche und entspricht somit dem Bestreben des Landes nach einer baulichen Verdichtung nach innen. Die Lage der Fläche im Ortszentrum spricht ebenfalls für das Projekt. Ungenutzte alte Bausubstanz zu nutzen wird immer interessanter, da Neuwidmungen aufgrund des Baulandüberhanges in Obsteig nur mehr schwer zu argumentieren sein werden.

Das Projekt wurde in mehreren Sitzungen des Bauausschusses gemeinsam mit dem Obsteiger Raumplaner DI Dr. Erich Ortner im Jänner dieses Jahres vorberaten und dem Gemeinderat beschlussfähig vorgelegt. Insbesondere war darauf zu achten, dass durch Zufahrt und Bebauung des Martinsklauseareals nicht die angrenzenden Gemeindegrundstücke eine Wertminderung erfahren. Der Tauschvertrag zwischen RA Knoll und der Gemeinde Obsteig bzw. die Verlegung der Zufahrt stellen dies sicher.

In seiner Sitzung vom 16. 03. 2017 beauftragte der Gemeinderat von Obsteig BM Hermann Föger vor Vertragsunterzeichnung die Kostenübernahme für Wegerrichtung und Wegerhaltung abzuklären.